Die Kombination mehrerer Bäume

Dieses Thema drucken Vorherige SeiteEine Ebene höherNächste Seite

Der Stammbaumdrucker kombiniert mehrere Bäume automatisch im Nachkommenbaum der Großeltern (Eltern 2x chronologisch), im Nachkommenbaum der Urgroßeltern (Eltern und Großeltern je 2x chronologisch) sowie in den Verwandtschaftsbäumen. Daneben gibt es aber noch viele weitere Kombinationsmöglichkeiten, die von den persönlichen Vorstellungen der Anwender abhängen. Um beliebige Kombinationen zu realisieren, verwendet man freie Bild-Objekte mit EMF-Dateien oder JPEG-Dateien, in die zuvor verschiedene Bäume exportiert wurden.

Ob eine EMF-Datei oder eine JPEG-Datei verwendet wird, hängt von der Gewichtung der Vor- und Nachteile im konkreten Fall ab:

EMF-Dateien sind viel kleiner als JPEG-Dateien, benötigen für ihre Bearbeitung viel weniger Arbeitsspeicher und werden viel schneller verarbeitet. JPEG-Dateien mit größeren Bäumen benötigen für die Ausgabe in der Grafik, beim Drucken, aber auch in den Vorschauen der Dialoge so viel Zeit, dass man manchmal glauben kann, das Programm sei stehen geblieben.
Liniengrafiken in EMF-Dateien werden auch in verkleinertem Maßstab gut auf dem Monitor dargestellt. Dagegen werden Liniengrafiken in JPEG-Dateien in verkleinertem Maßstab nur unvollständig auf dem Monitor dargestellt. Zur genauen Prüfung von Liniengrafiken in JPEG-Dateien auf dem Monitor muss ein Zoom von mindestens 100 % eingestellt werden.
EMF-Dateien sind Vektorgrafiken und daher ohne Qualitätsverlust in verschiedenen Größen auszugeben. JPEG-Dateien sind Rastergrafiken und daher nur dann ohne Qualitätsverlust auszugeben, wenn sie mit genau derjenigen Auflösung exportiert wurden, mit der sie gedruckt werden sollen.
EMF-Dateien können optional ohne eigenen Hintergrund exportiert werden. Wenn eine solche EMF-Datei in einem freien Bild-Objekt in eine Grafik eingefügt wird, bleibt der dortige Hintergrund sichtbar. Bild-Objekte mit EMF-Dateien ohne eigenen Hintergrund wird man daher in der Regel in eine obere Schicht legen. JPEG-Dateien haben stets einen eigenen Hintergrund; auch wenn dieser nur aus der Farbe Weiß besteht, wird er alle tiefer liegenden Schichten abdecken. Bild-Objekte mit JPEG-Dateien wird man daher in der Regel in eine untere Schicht legen. Die Schichtung wird im Anhang im Abschnitt Das Schichtenmodell des Stammbaumdrucker beschrieben.
Es wurde beobachtet, dass beim direkten Drucken von Grafiken, in denen freie Bild-Objekte mit EMF-Dateien enthalten sind, die Texte und Kurven aus den EMF-Dateien mit sichtbaren Stufen gedruckt werden. Abhilfe: Drucken Sie eine Grafik mit EMF-Bild-Objekten nicht direkt aus, sondern exportieren Sie eine solche Grafik als PDF-Datei. Drucken Sie anschließend die exportierte PDF-Datei aus. Zum Ausdruck großer PDF-Grafiken finden Sie im Abschnitt Der PDF-Ausdruck auf Großformatdruckern eine ausführliche Anleitung.
Die Übernahme von EMF-Dateien, die ursprüngliche Bilddateien *.bmp, *.jpg oder *.jpeg enthalten, in freie Bild-Objekte wird nicht empfohlen, wenn eine Grafik wiederum als PDF- oder EMF-Datei exportiert werden soll. Grund sind Fehler in allen Windows-Systemen, die eine einwandfreie Wiedergabe bei dieser Konstellation zum Glücksspiel werden lassen: Unter Windows 98 und ME ist die Wiedergabequalität der Bilder extrem schlecht. Unter Windows 2000, XP, Vista und 7 ist die Wiedergabequalität zwar einwandfrei, aber die Bilder werden überhaupt nur wiedergegeben, wenn ihre Pixel-Koordinaten gewisse Grenzen nicht überschreiten; dieses Fehlverhalten ist in Fachkreisen bekannt und dokumentiert, aber durch den Programmierer nicht auszugleichen.

 

Vereinfachte Regeln:

Wenn ein Baum, der Bilddateien wie zum Beispiel Fotos oder Hintergrundbilder enthält, exportiert werden soll, um ihn später in einem freien Bild-Objekt in eine Grafik einzufügen, und wenn diese Grafik als PDF-Datei exportiert werden soll, sollte man keine EMF-Datei, sondern eine JPEG-Datei verwenden.
Wenn eine Grafik direkt ausgedruckt werden soll, sollte sie keine EMF-Bild-Objekte mit exportierten Bäumen enthalten.
Grafiken mit EMF-Bild-Objekten mit exportierten Bäumen sollten als PDF-Datei exportiert werden. Die PDF-Datei kann dann ausgedruckt werden.
Beim Export eines Baumes in eine JPEG-Datei muss in den JPEG-Optionen genau diejenige Auflösung gewählt werden, mit der später die Grafik gedruckt wird, in die das JPEG-Bild-Objekt eingefügt wird. Wird die Grafik in eine PDF-Datei exportiert, darf diese nur genau in ihrer Originalgröße ausgedruckt werden.
JPEG-Dateien mit Baumansichten müssen mit der JPEG-Kompressions-Option 100 % exportiert werden, damit die Liniengrafik mit ihrer Kantenschärfe erhalten bleibt.

Wenn man sich nicht entscheiden kann, sollte man zunächst mit EMF-Bild-Objekten arbeiten und die abschließende Grafik in eine PDF-Datei exportieren. Diese PDF-Datei kann man auf dem Monitor prüfen: Wenn sie gut ist, kann man sie zum Drucken verwenden. Wenn sie mangelhaft ist, probiert man einen anderen Weg. Der abschließende Export in eine PDF-Datei bietet immer die Möglichkeit einer Endkontrolle.

In den Unter-Abschnitten Verwendung von EMF-Dateien und Verwendung von JPEG-Dateien wird das Vorgehen am Beispiel einer sogenannten Sanduhr-Grafik im Detail erläutert. Eine Sanduhr-Grafik zeigt für eine Ausgangsperson sowohl die Vorfahren als auch die Nachkommen. Also müssen ein Vorfahrenbaum und ein Nachkommenbaum kombiniert werden.

Die Beispiele in den Unter-Abschnitten können nur einen ersten Eindruck von den unendlich vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten geben. Besonders einfach sind Kombinationen, bei denen es keine Überlappungen der kombinierten Bäume gibt. Wenn aber, wie in den dargestellten Beispielen, Überlappungen von Personen-Boxen vorkommen, sollten Maßnahmen getroffen werden, damit ein eventuell vorhandener kleiner Versatz nicht sichtbar wird. In den Beispielen geschieht dies durch Wegnahme das Rahmens einer Box (Ersatz-Farbschema, Rahmen-Farbe Weiß). Man kann eine Box aber auch anders unsichtbar machen, zum Beispiel mit einem darüber gelegten freien Geo-Objekt der Objekt-Art Rechteck mit weißer Linie und weißer Flächenfüllung. Wenn nach dem Schichtenmodell in der gewünschten Schicht kein Geo-Objekt unterzubringen ist, kann man den gleichen Effekt mit einem freien Text-Objekt erreichen, in dem man sowohl dem Hintergrund als auch der Schrift die Farbe Weiß gibt. Schließlich ist dafür auch ein freies Bild-Objekt geeignet, wenn man in ihm ein einfaches weißes Bitmap verwendet.

nach oben